Medienpädagogik

Lernargument

Durch ICT alleine entsteht kein didaktischer Mehrwert: Nur bei geeignetem Einsatz von ICT ist ein Mehrwert erzielbar. Die Erkenntnis, dass das blosse zur Verfügung stellen von Computern das Lernen in keiner Weise verbessert, hat sich weitgehend durchgesetzt.

Der didaktische Mehrwert ist nicht das einzige Argument, welches für den Einsatz von ICT in der Schule spricht. Mit der zunehmenden Verbreitung von Computer und Internet in der Arbeits- und Lebenswelt haben auch andere Argumente an Gewicht gewonnen. Lebensweltargument, Zukunftsargument und Effizienzargument liefern alternative Argumente für den ICT-Einsatz.

Lebensweltargument

Die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen ist heutzutage von einer Vielzahl von neuen Medien geprägt.

ICT bietet Kindern und Jugendlichen neue Möglichkeiten der Publikation und Kommunikation. Sie können eine vorwiegend konsumierende, passive Rolle als Konsumierende oder aber eine aktive als Produzierende von Inhalten und Kommunikationsanlässen einnehmen. Dies beeinflusst das Denken und Handeln nachhaltig.

Kinder und Jugendliche sind mit einer immer stärkeren Digitalisierung unserer Gesellschaft konfrontiert, die alle Lebensbereiche betrifft. Dies verlangt vielschichtige Kompetenzen im Umgang mit neuen digitalen Angeboten und Dienstleistungen.

Die Selbstständigkeit der Jugendlichen in technischen Bereichen darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Lehrpersonen und Eltern eine zentrale Rolle bei der Entwicklung eines emanzipierten Medienverhaltens spielen. Gemeinsam müssen Schule und Elternhaus Kinder und Jugendliche zu verantwortungsbewussten Menschen erziehen und Möglichkeiten und Grenzen, Chancen und Gefahren der heutigen Medien und der immer weiter fortschreitenden digitalen Welt aufzeigen. Dies setzt voraus, dass Eltern und Lehrpersonen sich selbst aktiv immer wieder mit neuen Technologien und ihren gesellschaftlichen Konsequenzen auseinander setzen.

Zukunftsargument

ICT kommt beim Einstieg in die Berufswelt und ins Studium eine zentrale Bedeutung zu. ICT ist eine Kulturtechnik, deren Anwendung heute in sehr vielen Berufen und Studienrichtungen vorausgesetzt wird. Bereits bei der Berufs- oder Studienwahl und der Stellensuche werden ICT-Kenntnisse immer wichtiger. ICT kann die beruflichen Entwicklungschancen von jungen Erwachsenen massgeblich unterstützen.

Effizienzargument

Neue elektronische Publikationsmöglichkeiten ermöglichen einfacheres zur Verfügung stellen von Unterrichtsmaterial. Podcasts können abonniert werden und sind orts- und zeitunabhängig per Audio oder Video konsumierbar. Drill and Practice-Übungen müssen nicht mehr auf Papier, sondern können einfacher auf Desktops, Notebooks, Handhelds und auch auf Mobiltelefonen in individualisierter Form verteilt werden.

Die medienpädagogischen Argumente werden in ausführlicher Form auf den Seiten 4 bis 10 im ICT-Entwicklungskonzept dargestellt.

News


[16. Januar 2012]: Der nächste ICT-Träff zum Thema "be-greifen" findet am 09. Mai 2012 in Solothurn statt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Zur Anmeldung
 

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Dann melden Sie sich bei  sibylle.vonfelten@fhnw.ch .

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